Donnerstag, 16. Juni 2016

Neu eingetroffen: Shure D105 ED alias Shure M95 ED


Neu eingetroffen bei mir ist ein von Shure für Dual gebautes System D105 ED. Dieses System entspricht einem Shure M95 ED, das war seinerzeit das zweitgrößte System bei Shure, angesiedelt direkt hinter dem V15III. Dual verbaute zwei  Versionen des M95, eines wurde als M95-G LM unter anderem in den 1228 verbaut und besaß eine gefasste Nadel mit konischem Schliff. Das D105 ED hingegen hatte einen nackten Stein mit elliptischen Schliff. Verwirrend, oder?


Auf jeden Fall ist das M95 mit der originalen, elliptischen Nadel ein sehr gutes, feinauflösendes System, dass annähernd das Niveau eines V15III erreicht. Klanglich ist es komplett anders abgestimmt als die eher gemütlich klingende M75-Familie - der Bass ist weniger aufgedickt, die Höhen klarer, im ganzen also moderner. Mir gefällt's am Dual 1228 sensationell gut!

Donnerstag, 28. April 2016

Mit der Kraft der vier Herzen: Quadro-Kombi JVC 4VN-880 und VT-700


Heute wollte ich einmal einen JVC-Vierkanalverstärker aus der goldenen Zeit des Quadro-Audios vorstellen. Der Verstärker wurde gebaut, als der Weltmarktpreis für massives Aluminium anscheinend sehr niedrig war: Wo man hinschaut (und auch anfasst) befindet sich massives Aluminium, Fronten, Knöpfe, Zierleisten sind sämtlichst massiv.


Zusammen mit dem Tuner VT-700 ist der 4VN-880 eine wirklich schöne Kombination, und: an welchem anderen Gerät finden sich sonst noch gleich vier VU-Meter?

Der Verstärker ist interessanterweise teilweise mit Steckkarten aufgebaut, für die 70er Jahre ein sehr fortschrittliches Design. Die Endstufen leisten 4 x 25 Watt/8 Ohm oder gebrückt 2 x 50 Watt.

Man sollte sich von der geringen Leistungsangabe nicht täuschen lassen, der JVC kann meine eher wirkungsgradschwachen Lautsprecher deutlich über Zimmerlautstärke spielen lassen. Das Netzteil ist so dimensioniert, dass auch bei bassstarken Signalen dem Verstärker nicht die Puste ausgeht.


Wie weiter oben schon geschrieben: hier ist alles aus dem Vollen gefräst!


Der Verstärker hat zahlreiche Eingänge: Zwei Aux-Eingänge und ein Tape-Anschluss für den Vierkanalbetrieb, für den Stereobetrieb ebenfalls zwei Aux-Eingänge, zwei Phono-Eingänge (einer davon mit anpassbarem Eingangswiderstand) und ein Tape-Eingang. Seltsamerweise ist kein Eingang für einen Tuner vorhanden, der soll laut Bedienungsanleitung an den einen Aux-Eingang angeschlossen werden.


Samstag, 13. Februar 2016

Neu eingetroffen: Dual 1219 in Grundig PS71-Schatulle


Neu eingetroffen: Ein Dual 1219 in einer Grundig PS71-Zarge (bei Grundig als "Schatulle" bezeichnet) in schleiflack weiß. Es ist immer wieder ein schöner Moment, wenn ein solcher Plattenspieler nach einer Überholung spielt als sei er gerade erst aus dem Werk gekommen: Der Antrieb läuft leise, die Automatik führt den Tonarm sanft und arbeitet mit sanften Klicken.


Als System habe ich diesem 1219 zunächst ein Shure M 91 MG-D verpasst. Dieses ist eines der vielen M75-Typ-2-Varianten. Die Shure Hi-Track-Nadel hat einen sphärischen Schliff und ist gebondet - der Sound typisch für diese Systemfamilie mit satten Bässen und warmen, nie schrillen Höhen. Der sphärische Schliff sorgt dafür, dass auch ältere Platten sauber ohne Knackser abgetastet werden.


Die Grundig-Zarge ist schwerer und wirkt wertiger als die Modelle von Dual. Wie viele der lackierten Zargen dieser Zeit ist auch bei dieser der Farbton mittlerweile ein "vintage white", auch dieses Modell hat die so typischen kleinen Lackabplatzer an der einen oder anderen Stelle.


Auffälligster Unterschied zum 1229-Modell ist - neben dem fehlenden Leuchtstroboskop - die Blende auf dem Plattenteller mit den Stroboskopmarkierungen für die Geschwindigkeiten 33 1/3 und 45 U/min,