Mittwoch, 1. Mai 2013

Lange Leitung - neues Audiokabel nicht nur für Dual

Dual-Plattenspieler sind seinerzeit von den Erbauern mit wirklich hochwertigen Audiokabeln versehen worden -  auch wenn das etwas unscheinbare Äußere diese Qualitäten geschickt verbirgt. Häufig sind aber diese Kabel beschädigt, nicht mehr vorhanden oder müssen aus anderen Gründen getauscht werden. Nimmt man nun ein beliebiges Kabel, dann passen in den seltensten Fällen die elektrischen Eigenschaften des Kabels, das neue Kabel hat eine zu hohe Kapazität, das angeschlossene System klingt zu dumpf oder auch zu spitz - je nach Länge und Qualität des Kabels.

Als ein ideales Kabel für Plattenspieler eignet sich RG174; dieses hat zum einen eine sehr niedrige Kapazität, ist hinreichend dünn, sodass selbst die Subchassis der Thorens-Geräte frei schwingen können und es ist wirklich preisgünstig. Möchte man ein neues Kabel für einen Dual bauen, dann braucht man folgende Komponenten:

- Etwa 2 x 1 m RG174 (607447)
- Ein Paar Cinch-Stecker in Conrad "High End"-Ausführung, das ist genau das richtige für alte Duals (737309)
- Vier Stück Flachsteckhülse (737241)
- Für's gute Aussehen noch einen guten Meter Geflechtschlauch (543006)
- Etwas Schrumpfschlauch
- Etwa einen Meter dünnes Kabel etwa aus dem Modellbau zum Potentialausgleich (Massekabel)
- Eventuell einen Gabel- und eine Ringkabelschuh 3,2 mm (737168 und 731615)

In den Klammern sind die entsprechenden Artikelnummern bei Conrad, die Artikel gibt es selbstverständlich auch bei anderen Händlern, aber "C" ist eben in vielen Städten vorhanden.


Als erstes überziehe ich die zwei RG174-Kabel mit dem Geflechtschlauch; dieser sollte dabei mindestens genauso lang sein wie das Kabel, da der Geflechtschlauch sich dehnt und dabei kürzer wird. Das Massekabel kann ebenfalls dort hinein, dann ist die Optik noch ein wenig aufgeräumnter. Auf der einen Seite werden die Cinch-Stecker verlötet, auf der anderen entsprechend die Flachsteckhülsen. Der Geflechtschlauch wird mit Schrumpfschlauch gesichert.

Fertig sieht das Kabel dann so aus:


Das Massekabel kann man noch auf der einen Seite mit einem Ringkabelschuh versehen, auf der anderen (je nach Verstärker) eventuell einen Gabelkabelschuh.

Die Flachsteckhülsen werden auf die Gegenstücke am Kurzschließer geschoben, das Massekabel an der Zugsicherung befestigt:


Wichtig ist, die vorhandene Massebrücke am Kurzschließer zu entfernen, da ursprünglich dort die Gehäusemasse auf Schaltungsmasse gelegt wird. Einfach die Drahtbrücken am Kurzschließer durchkneifen.

Fertig:


Kommentare:

  1. Sieht gut aus! Eine Empfehlung: auch RG179 ist dünn und hat eine niedrige Kapazität. Leider haben alle RG-Koaxkabel eine Gemeinsamkeit, die mich stört: die Mittelleiter sind, wenn als massiver Draht ausgeführt, aus Stahl und lediglich verkupfert, bzw. versilbert (oder Beides). Es gibt von Sommer Cable das SC-Monomax, das zwar nicht als RG-Derivat firmiert, aber dennoch gleiche Voraussetzungen wie das 174 oder 179 bietet - mit dem Unterschied, dass beide Leiter aus Kupfer bestehen. Es gab einmal ein RG179 von der Firma VanDamme, dessen beide Leiter ebenfalls aus Kupfer bestanden, das jedoch nicht mehr ohne Weiteres erhältlich ist. Leider.

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  2. RG174 hat keinen starren Innenleiter, sondern flexible Litze - daher ist dieses Kabel sehr flexibel und auch für Thorens-Subchassis-Geräte sehr gut geeignet! Aber vielen Dank für den Tipp mit dem Sommer-Kabel.

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  4. Hallo

    Leider kann man die Photos nicht mehr sehen :-(

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    1. Danke für den Hinweis - Bilder sind nun wieder sichtbar!

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